Was tun bei unkontrolliertem Essen?

Erste Hilfe bei Essdruck

Du sitzt nach einem anstrengenden Arbeitstag abends beim Fernsehen, möchtest abschalten und dich erholen, doch deine Gedanken wandern ständig zum Kühlschrank oder zur nächsten Packung Süssigkeiten.

Wenn wir ohne echten Hunger essen, könnte sich gerade emotionaler Heisshunger breit machen. Du fühlst dich angespannt, deine Esslust sitzt im Kopf, im Mund, aber nicht in der Magengegend. Aus emotionalen Gründen zu essen ist völlig normal. Es darf ruhig mal sein, dass wir essen, weil wir uns geärgert haben, traurig sind oder es gerade auch ein schöner Moment ist, den wir festhalten möchten.


Nahrungsmittel beeinflussen unser neurochemisches System, das unsere Stimmung anheben kann. So wirken Kohlenhydrate beruhigend, Eiweiß aktivierend. Kein Wunder also, dass man zu Süssem als Nervennahrung greift. Experimente zeigten, dass Probanden nach einem zucker- und fettreichen Snack niedrigere Kortisolwerte (ein Stresshormon) aufwiesen und in der Folge Belastungen besser wegsteckten.


Wenn sich emotionaler Essdruck in dir breit macht, ist das ein wertvolles Signal dafür, dass gerade eines deiner Bedürfnisse nicht erfüllt ist. Anstatt, dass wir uns dann hinsetzen und uns fragen: “Was brauche ich gerade wirklich?” greifen wir häufig zum Essen als Ersatzbefriedigung.


Wenn du aus diesem «Teufelskreislauf» aussteigen willst, dann habe ich hier einen wichtigen Impuls für dich:
Essattacken und Heisshunger sind nicht Ausdruck von Willensschwäche! Lerne deine Emotionen besser kennen. Das stärkt dich und deine Ressourcen, so dass du kritische Lebenssituationen besser bewältigen kannst.

Um die emotionale Gesundheit zu stärken, haben Kantone und Pro Mente Sana im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz das «Wie geht’s dir?»-App mit dem «Emotionen ABC» lanciert, wo es genau darum geht, deine Gefühle bewusster wahrzunehmen und mittels gezielter Massnahmen besser mit ihnen umzugehen – von A wie «AUSGEBRANNT» bis Z wie «ZUFRIEDEN».

Hier findest du mehr Infos zum «Wie geht’s dir?»-App

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie du dein Essmuster positiv verändern kannst? Hier findest du mehr Infos:

Welche Erfahrungen hast du gemacht im Umgang mit Gefühlen und essen? Schreib mir, es interessiert mich.

2 Antworten auf „Was tun bei unkontrolliertem Essen?“

  1. Cooler Beitrag! Danke…😃
    Ich leide zwar nicht unter diesem Problem, kenne ‚emotionales Essen‘ aber auch!
    Überraschend war aber zu lese – zum ersten Mal überhaupt!! – dass man nicht die Heisshungerattacken mit Disziplin besiegen soll, sondern mit einem Blick zu den Emotionen! Suuuuper!
    Vielen Dank für den interessanten Einblick!
    Herzlichst Natalie

  2. Wenn ich das früher gewusst hätte, nämlich die Verbindung von Gefühl und Essverhalten, wäre meine 15 Kilo Gewichtszunahme, wegen Liebeskummer, zu vermeiden gewesen!🤯😱😩😢
    Danke für diesen grundlegend wichtigen Beitrag zum Essverhalten!🙏🏻👍🏻👌👏
    SILVIA🙋‍♀️

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