Glaubst du an den inneren Schweinehund?

Vorsicht, nicht füttern!

In meinen Beratungen begegne ich immer wieder Menschen, die gegen einen inneren Schweinehund kämpfen. Sie glauben, nur mit innerer Stärke und konsequenter Disziplin den inneren Schweinehund besiegen können. Geht es dir auch so?


Wenn wir versuchen mit Kontrolle unsere Esslust zu unterdrücken, hast du vielleicht schon gemerkt, dass das Verlangen stärker werden kann. Essverhalten lässt sich nämlich nicht durch mehr Kontrolle steuern. Für die Kontrolle ist der vordere Teil unseres Grosshirns zuständig. Jetzt kommt etwas ganz Wichtiges: unser Essverhalten wird zum grössten Teil im limbischen System gesteuert, dort wo auch unsere Bedürfnisse nach Sicherheit, Wertschätzung, Stimulanz und Freiheit zu Hause sind.
Diesen Kampf kannst du nicht gewinnen, weil es ihn nicht gibt. Die für Gewichtsprobleme bekannte Expertin und Therapeutin Maria Sanchez sagt in einem ihrer Podcasts: «Ich habe noch nie einen inneren Schweinehund gesehen.»


Mein Tipp: Füttere nicht den inneren Schweinehund, sonst glaubst du wirklich noch daran, dass du schwach bist. Du könntest aber deine Strategie ändern und dich fragen, für was ist es gut, deine eigenen Grenzen zu überschreiten und welche wahren Bedürfnisse in deinem Leben zu kurz kommen?

Gerne unterstützte ich dich dabei, deine wahren Bedürfnisse hinter deiner Esslust wohlwollend zu erforschen, damit du wieder das Steuerrad in der Hand hältst, um dein Essverhalten besser steuern zu können.

So wird unser Essverhalten gesteuert. Esskompetenz, Margreth Brühl, Aesch

PS auf Instagram hat mir eine Leserin geschrieben: „Den führe ich regelmässig spazieren. Er wird dadurch kleiner!“ … gute Idee! 🙂

3 Antworten auf „Glaubst du an den inneren Schweinehund?“

  1. Wow, ergreifender Beitrag! Ich bin überzeugt, du wirst durchschlagenden Erfolg mit deinen Klienten haben… :o) Letzten Endes geht es doch immer und überall genau darum!?

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